Musik der 50er

 

Die Nachkriegszeit der 50er Jahre ist durch gesellschaftlichen Wandel geprägt. Dieser schlägt sich auch in der Musikgeschichte nieder: Die 50er Jahre sind die Entstehungszeit des Rock’n'Roll! Dieser Musikstil, der von Musikern wie Elvis Presley, Buddy Holly, Jerry Lee Lewis, den Beatles und weiteren verkörpert wurde, spaltete die Generationen. Für die einen war Rock’n'Roll Synonym für Sittenverfall bis hin zur Anarchie, für die jüngere Generation hingegen brachte der Rock’n'Roll ein vollkommen neues Lebensgefühl mit sich.
Diese Musik war nicht nur ein Mittel zur Abgrenzung von der Welt der Erwachsenen, sie war eine völlig neue Lebenseinstellung und ein Weg, sich von den  Fesseln der engstirnigen sozialen Konventionen und des Spießbürgertums zu befreien.
Vor allem im Deutschland des Wirtschaftswunders war die damalige Jugend auf eine Abgrenzung zur älteren Generation, welche sich nicht um eine Aufarbeitung der Kriegsvergangenheit bemühte, angewiesen. Diese gelang mit Hilfe des Rock’n'Roll. Er war aber nicht nur Musikstil, sondern darüber hinaus auch ein Lebensgefühl, welches sich auch in anderen Bereichen ausdrückte. Er beeinflusste die Mode, die Frisuren und die Filmindustrie der damaligen Zeit.
Die Jugendlichen, damals von manchen Erwachsenen verächtlich als “Halbstarke” bezeichnet, trugen Pferdeschwänze und Petticoats, Röhrenjeans, weite Sakkos und schwarze Lederjacken.
Musikalisch zeichnet sich der Rock’n'Roll unter anderem durch einen harten Beat sowie den sogenannten Off-Beat aus, bei dem die jeweils zweite und vierte Note des Taktes betont werden. Auch Soli einzelner Instrumente waren damals ungewöhnlich. Aufgrund dieser musikalischen Neuigkeiten hatte die ältere Generation jener Zeit oft Schwierigkeiten, sich mit diesem musikalischen Stil anzufreunden.

 

Quelle: http://www.rockmusikweb.de/?p=4

S.L.

 

Videos: Rene Deutschmann